Einkaufsgemeinschaft HSK AG
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Psychiatrie

Psychiatrie ist die medizinische Fachdisziplin, die sich mit der Prävention, Diagnostik und Therapie psychischer Erkrankungen beschäftigt. Die psychiatrische Versorgung ist kantonal unterschiedlich geregelt und geprägt von einer heterogenen Angebots- und Preisstruktur.

Um Ausgrenzung zu verhindern, stützt HSK die Maxime «ambulant vor stationär». Hospitalisationen sollen akut und schwer erkrankten Menschen vorbehalten bleiben und kurz gehalten werden.

Im Bereich der Tarifverträge Psychiatrie verhandelt die Einkaufsgemeinschaft HSK sowohl stationäre als auch ambulante Tarife.

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Datenlieferung ITAR_K 2018

Für die Datenlieferung bitten wir Sie, uns die vollständig ausgefüllte Kosten-Vollversion ITAR_K 8.0 inkl. detailliertem Ausweis des ambulanten Bereiches im Excel-Format zuzustellen. Gemäss Rechtsprechung (BVGer-Urteil C-1918-2016) erwartet HSK die Vollversion ITAR_K inkl. Anlagebuchhaltung (Format KS-Export Krankenhausstatistik BFS) und verzichtet dafür auf zusätzliche Datenblätter.

Bei den Psychiatrischen Kliniken bitten wir um eine Aufteilung nach den tarifierten Kostenträgern. Wichtig ist, dass zwischen der Akutpsychiatrie für Erwachsene und der Kinder- und Jugendlichen differenziert wird.

  • Erwachsene
  • Kinder- und Jugendliche
  • Geriatrie & Langzeit
  • Krisenintervention
  • Abhängigkeitsstörungen
  • Forensik sofern nicht unter TARPSY
  • Ambulante Tageskliniken
  • Home-Treatment-Programme

Die vollständigen ITAR-K Daten erwarten wir per E-Mail bis am 31. Mai 2018.

Sie sind wichtig für die Erstellung von Tarifvergleichen und für das neue HSK-Benchmarking.
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Stationäre Psychiatrie

Seit dem 1. Januar 2018 gilt für den stationären Leistungsbereich der Erwachsenenpsychiatrie die nationale Tarifstruktur TARPSY. Der Bundesrat hat die Tarifstruktur geprüft und genehmigt. Für die beiden Jahre nach Einführung haben die Tarifpartner Monitoring- und Korrekturmassnahmen vereinbart, welche die Grundlage für eine kostenneutrale Einführung legen. Bei der Rechnungsstellung sollen die bereits geltenden Bestimmungen für den akutsomatischen Bereich auch in der stationären Psychiatrie Anwendung finden. Der Bundesrat hat ebenfalls eine entsprechende Anpassung der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) beschlossen.

In der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist die Anwendung von TARPSY 2018 freiwillig bzw. die verbindliche Umsetzung erst per 1. Januar 2019 geplant. HSK hat deshalb mit vielen psychiatrischen Kliniken die bestehenden Tarifverträge um ein Jahr verlängert, sodass weiterhin nach den alten Tarifen abgerechnet werden kann.

Die Tarifstruktur TARPSY berücksichtigt den Aufwand und die Leistung einer psychiatrischen Klinik, indem sie Patientenfälle anhand von Hauptdiagnose, Alter, Schweregrad der Erkrankung und Nebendiagnosen in psychiatrische Kostengruppen (PCG) einteilt. Diese werden mittels leistungsbezogenen Tagespauschalen in unterschiedlicher Höhe abgegolten. Die bisher angewendeten Tagespauschalen waren unabhängig von der Intensität der notwendigen Betreuung für alle Patienten eines Spitals gleich hoch. Die Tarifstruktur TARPSY schafft deshalb insgesamt höhere Kosten- und Leistungstransparenz im stationären psychiatrischen Bereich in der ganzen Schweiz. Die Tarifstruktur ist als ein lernendes System aufgebaut, sodass sie anhand erhobener Daten kontinuierlich weiterentwickelt werden kann. Sie stellt damit die Grundlage für eine sachgerechtere Finanzierung und somit zur effizienteren bzw. wirtschaftlicheren Organisation der Gesundheitsversorgung.

Aufgrund der geplanten Einführung von TARPSY für die Kinder- und Jugendpsychiatrie müssen die Tarifverträge per 1. Januar 2019 neu vereinbart werden - ebenso die befristeten Verträge für die Erwachsenenpsychiatrie. HSK wird die Verhandlungen dafür im Spätsommer 2018 aufnehmen.

Auf der Webseite von SwissDRG finden sie aktuelle Informationen zu TARPSY.

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Ambulante Tages- und Nachtkliniken

Aufenthalte in psychiatrischen Tages- und Nachtkliniken gelten gemäss Artikel 5 VKL als ambulante Behandlung. Die KVG-Pflichtleistungen können entweder im Rahmen der Einzelleistungstarife oder in Form von Pauschalen abgerechnet werden. Die Abgrenzung von OKP-Pflichtleistungen zu Nicht-Pflichtleistungen gestaltet sich in der Praxis schwierig. Zudem sind die psychiatrischen Tageskliniken von ihrer Ausrichtung und Arbeitsweise her sehr unterschiedlich aufgestellt. Dazu fehlt jedoch ein Vergleichsstandard, der verhindert, dass man grundverschiedene Angebote in denselben Topf wirft.

Eine undifferenzierte Abgeltung (wie bisher praktiziert) kann weder aus Sicht des KVG noch aus Sicht der kantonalen Gesetze weiter geführt werden. Das Bundesverwaltungsgericht hat in mehreren Urteilen zu Tagesklinik-Tarifen festgehalten, dass die Leistungen transparent ausgewiesen werden müssen. Nicht-OKP-pflichtige, versorgungsnotwendige Leistungen müssen vom Kanton per Leistungsvertrag eingekauft werden. HSK vereinbart neu pro Tagesklinik-Typ entsprechende Tarife (Halbtages- oder Tagespauschale) und möchte, dass diese transparent elektronisch in Rechnung gestellt werden (Anwendung des Tariftyp 003). Die Kosten für die abgegebenen Medikamente sowie für Laboranalysen sind inskünftig nicht mehr in der Pauschale enthalten beziehungsweise zusätzlich gemäss den jeweiligen Einzelleistungstarifen verrechenbar.


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​Ambulante Suchtprogramme

HSK schliesst mit zugelassenen Leistungserbringern bei Interesse Verträge für ambulante Suchtprogramme unter den folgenden Voraussetzungen ab:

  • Es werden ausschliesslich die ärztlichen Leistungen gemäss Anhang 1 KLV, Ziffer 8 als Tagespauschale pauschalisiert.
  • Die Kosten für die Laboranalysen sind nicht in der Pauschale enthalten beziehungsweise zusätzlich gemäss AL verrechenbar.
  • Die Kosten für die abgegebenen Medikamente sind nicht in der Pauschale enthalten beziehungsweise zusätzlich gemäss SL (Pharmacode/Preis) verrechenbar.
  • Interkurrente, somatische und psychiatrische Behandlungen oder Leistungen ausserhalb Anhang 1 KLV, Kapitel 8, beziehungsweise welche nicht bereits in der Pauschale enthalten sind und nicht mit der Suchterkrankung in direktem Zusammenhang stehen, sind unter Angabe der Eintrittsdiagnose sowie in den jeweiligen Einzelleistungstarifen verrechenbar.

HSK ist gesetzlich nicht verpflichtet im Rahmen der ambulanten Suchtprogramme Pauschalverträge zu vereinbaren, denn es gibt vorhandene Einzelleistungstarife für die Verrechnung dieser Leistungen.

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Home-Treatment-Programme

Home-Treatment-Programme stellen in einigen Regionen ein neues, innovatives Angebot für akut psychisch erkrankte Patienten zur Verkürzung oder als Ersatz stationärer Behandlungen dar.

Die Behandlung im sogenannten «Home Treatment» hat den Vorteil, dass Patienten auch in einer akuten Phase in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können. Dadurch können die Behandlungen durch ein multiprofessionelles Behandlungsteam individuell auf die einzelnen Bedürfnisse angepasst werden. Mit dem «Home Treatment» lassen sich überdies die Angehörigen besser miteinbeziehen.

Home Treatment richtet sich an erwachsene Patienten, die an einer akuten psychischen Erkrankung leiden. Ausschlusskriterien sind vielerorts akute Selbst- oder Fremdgefährdung, fehlende Absprachefähigkeit oder eine Abhängigkeitserkrankung als hauptsächlicher Behandlungsanlass.

HSK hat im Rahmen von kantonalen Projekten Home Treatment Verträge mit den folgenden psychiatrischen Kliniken vereinbart:

Ihr direkter Kontakt

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Caroline Gross

Verhandlungsleiterin | Tarifmanagerin Psychiatrie
T +41 58 340 63 56
c.gross