Einkaufsgemeinschaft HSK AG
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Psychiatrie

Psychiatrie ist die medizinische Fachdisziplin, die sich mit der Prävention, Diagnostik und Therapie psychischer Erkrankungen beschäftigt. Die psychiatrische Versorgung ist kantonal unterschiedlich geregelt und geprägt von einer heterogenen Angebots- und Preisstruktur.

Um Ausgrenzung zu verhindern, stützt HSK die Maxime «ambulant vor stationär». Hospitalisationen sollen akut und schwer erkrankten Menschen vorbehalten bleiben und kurz gehalten werden.

Im Bereich der Tarifverträge Psychiatrie verhandelt die Einkaufsgemeinschaft HSK sowohl stationäre als auch ambulante Tarife.

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Stationäre Psychiatrie

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass für die Abgeltung stationärer Leistungen der Psychiatrie (TARPSY) künftig nur mehr ein national einheitliches Tarifsystem mit Leistungsbezug anzuwenden ist. Die SwissDRG AG wurde vom Gesetzgeber beauftragt, ein solches Tarifsystem zu entwickeln.

Das Ziel der Tarifstruktur ist es, klare Rahmenbedingungen zu schaffen, die Transparenz und die Vergleichbarkeit von Leistungen, Kosten und Qualität zu erhöhen sowie den patientenorientierten Ressourceneinsatz zu fördern. Dieses leistungsorientierte Tarifsystem soll einfach, manipulationsresistent und ausbaubar sein.

Der Verwaltungsrat der SwissDRG AG hat am 01. Dezember 2016 die Einführung von TARPSY 1.0 per 01. Januar 2018 beschlossen. Die Tarifstruktur wird inskünftig alle stationären Leistungsbereiche der Erwachsenen-, Kinder- und Jugendpsychiatrie abdecken. In der Kinder- und Jugendpsychiatrie wird die tarifarische Anwendung jedoch erst ab 01. Januar 2019 für alle verbindlich eingeführt.

Aufgrund der Einführung von TARPSY müssen die Tarifverträge per 1. Januar 2018 angepasst beziehungsweise neu vereinbart werden. HSK wird die Verhandlungen dafür im Spätsommer 2017 aufnehmen.

Auf der Webseite von SwissDRG finden sie aktuelle Informationen zu TARPSY.

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Tages- und Nachtkliniken

Aufenthalte in psychiatrischen Tages- und Nachtkliniken gelten gemäss Artikel 5 VKL als ambulante Behandlung. Die KVG-Pflichtleistungen können entweder im Rahmen der Einzelleistungstarife oder in Form von Pauschalen abgerechnet werden. Die Abgrenzung von OKP-Pflichtleistungen zu Nicht-Pflichtleistungen gestaltet sich in der Praxis schwierig. Zudem sind die psychiatrischen Tageskliniken von ihrer Ausrichtung und Arbeitsweise her sehr unterschiedlich aufgestellt. Dazu fehlt jedoch ein Vergleichsstandard, der verhindert, dass man grundverschiedene Angebote in denselben Topf wirft.

Eine undifferenzierte Abgeltung (wie bisher praktiziert) kann weder aus Sicht des KVG noch aus Sicht der kantonalen Gesetze weiter geführt werden. Das Bundesverwaltungsgericht hat in mehreren Urteilen zu Tagesklinik-Tarifen festgehalten, dass die Leistungen transparent ausgewiesen werden müssen. Nicht-OKP-pflichtige, versorgungsnotwendige Leistungen müssen vom Kanton per Leistungsvertrag eingekauft und über Normkosten abgegolten werden. Um die konzeptuellen Grundlagen für den zukünftigen Leistungseinkauf zu verbessern, führen gegenwärtig einige Kantone unter Mitarbeit der Einkaufsgemeinschaft HSK Projekte zur konzeptionellen Klärung durch.

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​Ambulante Suchtprogramme

HSK schliesst mit zugelassenen Leistungserbringern bei Interesse Verträge für ambulante Suchtprogramme unter den folgenden Voraussetzungen ab:

  • Es werden ausschliesslich die ärztlichen Leistungen gemäss Anhang 1 KLV, Ziffer 8 als Tagespauschale pauschalisiert.
  • Die Kosten für die Laboranalysen sind nicht in der Pauschale enthalten beziehungsweise zusätzlich gemäss AL verrechenbar.
  • Die Kosten für die abgegebenen Medikamente sind nicht in der Pauschale enthalten beziehungsweise zusätzlich gemäss SL (Pharmacode/Preis) verrechenbar.
  • Interkurrente, somatische und psychiatrische Behandlungen oder Leistungen ausserhalb Anhang 1 KLV, Kapitel 8 beziehungsweise welche nicht bereits in der Pauschale enthalten sind und nicht mit der Suchterkrankung in direktem Zusammenhang stehen sind unter Angabe der Eintrittsdiagnose sowie in den jeweiligen Einzelleistungstarifen verrechenbar.

HSK ist gesetzlich nicht verpflichtet im Rahmen der ambulanten Suchtprogrammen Pauschalverträge zu vereinbaren, denn es gibt vorhandene Einzelleistungstarife für die Verrechnung dieser Leistungen.

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Datenlieferung ITAR_K 2017

Für die Datenlieferung bitten wir Sie, uns die vollständig ausgefüllte Vollversion ITAR_K 7.0 im Excel-Format zuzustellen.

Bei den Psychiatrischen Kliniken bitten wir um eine Aufteilung nach den tarifierten Kostenträgern. Wichtig ist, dass zwischen der Akutpsychiatrie für Erwachsene und der Kinder- und Jugendlichen differenziert wird.

  • Erwachsene
  • Kinder- und Jugendliche
  • Geriatrie & Langzeit
  • Krisenintervention
  • Abhängigkeitsstörungen
  • Forensik
  • Psychosomatik
  • Übrige

ITAR-K Daten erwarten wir per E-Mail bis am 31. Mai 2017.

Bitte denken Sie daran, dass die Datenlieferung auch bei Mehrjahresverträgen notwendig und vertraglich vereinbart ist. Diese Daten benötigen wir für Tarifvergleiche bzw. den Benchmark.

Ihr direkter Kontakt

Portrait_Caroline_ElBouhali.jpg

Caroline Gross

Verhandlungsleiterin | Tarifmanagerin Psychiatrie
T +41 58 340 63 56
c.gross