Einkaufsgemeinschaft HSK AG
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«Mehr (Daten-)Transparenz» in der Pflege

Pflegeleistungen nahmen in den letzten Jahren stetig zu. Aus diesem Grund analysierte die Einkaufsgemeinschaft HSK die ihr zur Verfügung stehenden Daten aus den Jahren 2014 bis 2017 und leitete daraus neuste Erkenntnisse ab.

Anteil der ambulanten Pflegeleistungen wächst

Mit 60 Prozent aller Leistungen steht die Langzeitpflege noch weiterhin an der Spitze der kostenaufwändigsten Pflegebereichen. Dies obwohl zwischen 2014 und 2017 eine Volumensenkung von 3.5 Prozent festzustellen ist. Demgegenüber macht sich der Aufwärtstrend in der ambulanten Pflege bemerkbar, bei ihr stieg der Anteil im gleichen Zeitraum um 4.5 Prozentpunkte und macht zwischenzeitlich mehr als ein Drittel der Gesamtkosten aus.


Abb. 1: Anteile der abgerechneten Leistungen von Pflegeheimen, Pflegefachpersonen und Spitex (Jahr 2017)

Abb. 1: Anteile der abgerechneten Leistungen von Pflegeheimen, Pflegefachpersonen und Spitex (Jahr 2017)

Kostenzunahme in der ambulanten Pflege

Betrachtet man die Kosten pro Patient und Jahr, gab es in der Langzeitpflege, Akut- und Übergangspflege (AÜP) sowie den Tages- und Nachtstrukturen kaum eine Veränderung. Nicht so im ambulanten Bereich, hier stiegen die Kosten pro Versicherter um 16 Prozent. Der Wunsch in den eigenen vier Wänden gepflegt zu werden, sowie Kunden mit höherem Pflegebedarf sind mögliche Gründe für dieses Wachstum.

Abb. 2: Durchschnittliche Kosten pro Patient im Jahr

Abb. 2: Durchschnittliche Kosten pro Patient im Jahr

Steigende Tendenz zeigt sich auch im Detail

Entsprechend der Veränderungen der ambulanten Pflegeleistungen stellt die Einkaufsgemeinschaft HSK vor allem bei den Spitex-Organisationen und selbständigen Pflegefachpersonen ein Wachstum fest. Sowohl die abgerechneten Bruttoleistungen, als auch die Anzahl der Pflege beziehenden Patienten und der abrechnenden Leistungserbringer weisen auf eine steigende Tendenz hin.

In der Optik der abgerechneten Leistungskosten pro Patient zeigt sich jedoch ebenfalls ein deutliches Wachstum. Im Gegensatz zu den Pflegeheimen, bei welchen die Kosten pro Patient stagnieren, verrechnen Spitex-Organisationen seit Beginn der Untersuchungsperiode rund 17 Prozent mehr Kosten pro Patient. Dem entgegen stehen weniger Patienten pro Leistungserbringer als noch vor drei Jahren.

Abb. 3: Kostenzunahme pro Pflegebereich (Jahr 2014|2017)

Abb. 3: Kostenzunahme pro Pflegebereich (Jahr 2014|2017)

«Mehr Transparenz»

Die aktuellen Analysen zeigen eine Verlagerung der Pflegeleistungen in den ambulanten Bereich sowie ein grösseres, sogar überkompensierendes Wachstum im Anbietermarkt.

Ein aktuelles Ziel ist es, mit den Leistungserbringern der Pflege Einzelleistungsverträge über die von ihnen erbrachten Leistungen zu vereinbaren. Diese ermöglichen genauere Analysen der erbrachten Leistungen.

Die Einkaufsgemeinschaft HSK steht für «Mehr Transparenz» im Leistungseinkauf, weshalb gewonnene Erkenntnisse Einfluss auf künftige Verhandlungen haben.

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Manuela Schär

Verhandlungsleiterin | Tarifmanagerin Pflege
T +41 58 340 66 63
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